Das Team steht an erster Stelle!

#WinningFromHome: 200+ Tage Homeoffice, trotzdem motiviert

Nach ersten Lockerungen im Sommer sind viele von uns während der zweiten Corona-Welle schon wieder oder immer noch im Homeoffice. Obwohl sich viele Unternehmen in den vergangenen Monaten an die neue Normalität angepasst haben, stellen insbesondere die Wintermonate große Herausforderungen für die psychische Gesundheit, die (Team-)Motivation und Produktivität dar. Wie können wir Motivation und Produktivität auch weiterhin im Homeoffice aufrecht erhalten? Cassandra Hoermann, Teamlead Employer Branding und Culture bei dem HR-Software-Unternehmen Personio, gibt in diesem Beitrag Einblicke in die vom HR Excellence Award ausgezeichnete Initiative #WinningFromHome.

Seit fast 12 Monaten steht unser Leben Kopf: Wir befinden uns im größten „Remote-Experiment” aller Zeiten. Für viele ArbeitnehmerInnen heißt das, der Arbeitsweg führt maximal vom Schlafzimmer über den Wohnungsflur ins Arbeitszimmer (und wer über dieses verfügt, gehört quasi zu den ultimativen Gewinnern). Für wen es nicht ganz so gut läuft, der rollt im Einzimmer-Apartment direkt vom Bett an den Küchentisch. Da kommt Freude auf den bevorstehenden Arbeitstag auf!

Zwar sehen wir am Ende des Tunnels bereits ein kleines Licht in Form eines Impfstoffes, doch bis dieser für alle ArbeitnehmerInnen verfügbar ist, kann es noch dauern. Das bedeutet: Homeoffice wird uns noch einige Monate begleiten und viele werden auch nach der Pandemie noch weiter im Homeoffice arbeiten wollen. Fit für’s Homeoffice, und das dauerhaft?

Das Team steht an erster Stelle!

Ob ein Unternehmen erfolgreich ist und schwierige Situationen gut meistern kann, liegt meist an den MitarbeiterInnen. Führungskräfte müssen jetzt mehr denn je einen Raum für Sorgen, Fragen und Wünsche ihres Teams schaffen. Themen wie Produktivität und Motivation, Teamarbeit, Führung und Wohlbefinden spielen in der aktuellen Situation eine ganz besondere Rolle. Diese Punkte sollten daher heutzutage ganz oben auf der Agenda stehen. Bei Personio haben wir beispielsweise eine eigene „Homeoffice Taskforce“ ins Leben gerufen. In mehreren Workstreams, die sich aus verschiedenen Abteilungen zusammengestellt haben, wurde sich über die Bedürfnisse der KollegInnen ausgetauscht und an Lösungen gearbeitet. Für die interne Kommunikation und den Informationsaustausch nutzen wir einen Slack-Channel. Außerdem verschicken wir regelmäßig einen Newsletter mit spannenden Highlights, relevanten Updates und hilfreichen Tipps, aus denen sich dann jeder seine ganz eigenen Learnings mitnehmen kann. Außerdem haben sich für uns die folgenden sieben Tipps in der Praxis bewährt:

#1: Eine gute Technik-Ausstattung ist das A und O

Firmen sollten sicherstellen, dass ihre MitarbeiterInnen auch zu Hause die besten Voraussetzungen haben, um ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen. Das können ganz grundsätzliche Einrichtungsgegenstände wie Schreibtische oder Stühle, aber auch zusätzliche Technik sowie Soft- und Hardware sein. Wir haben für unsere MitarbeiterInnen beispielsweise bei Bedarf Tische aus Karton sowie ergonomische Kissen organisiert. Denn, dass man am Küchentisch oder auf einem alten Holzhocker nicht fünf Tage die Woche acht Stunden am Tag produktiv sein kann, ist klar. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich einen Monitor und einen Schreibtischstuhl aus dem Büro auszuleihen, um die Arbeit aus dem Homeoffice zu erleichtern.

#2: Meeting-Marathon? Bitte nicht!

Viele MitarbeiterInnen fühlen sich im Homeoffice durch die zahlreichen virtuellen Meetings überlastet, so dass es sinnvoll sein kann, die Meetingdauer per “Default” zu kürzen. Termine dauern so statt 60 beispielsweise nur noch 50 Minuten und die Teilnehmenden achten auf mehr Effizienz. Auch ein Tag ganz ohne Meetings à la “Meetingfreier Montag” kann dazu beitragen, die MitarbeiterInnen im Homeoffice zu entlasten.

#3 Führen neu lernen

Auch für Führungskräfte ist die derzeitige Situation neu. Deshalb sollten Arbeitgeber und HR ihnen unter die Arme greifen und entsprechende Trainings anbieten. Schulungen zu Themen wie “Führung von Remote Teams” oder “Team-Kommunikation im Homeoffice” können Vorgesetzten dabei helfen, ihre MitarbeiterInnen besser durch die Homeoffice-Zeit zu navigieren und gleichzeitig die Zufriedenheit auf beiden Seiten zu erhöhen.

#4: Durch Best Practices voneinander lernen

Es macht durchaus Sinn, dass verschiedene Teams ihre Best Practices der Remote-Arbeit miteinander teilen, zum Beispiel im Intranet oder einem Slack-Channel. So kann jeder ganz persönliche Learnings für sich herausziehen und sich abschauen, mit welchen Tipps und Tricks die KollegInnen die Arbeit von Zuhause meistern. Gerade Tipps für Kollaborations-Tools, wie Slack oder Zoom, die täglich im Einsatz sind, konnten die Produktivität bei unseren MitarbeiterInnen ankurbeln.

#5: Die mentale und körperliche Gesundheit fördern (statt tabuisieren)

Die körperliche, und insbesondere auch die mentale Gesundheit spielen in Homeoffice-Zeiten eine zentrale Rolle. Durch Social Distancing leidet nicht nur die Psyche, sondern auch der Körper aufgrund mangelnder Bewegung. Angebote zu kostenlosen Sport- und Achtsamkeits-Apps sowie gesunde Rezepte und Meditationsmöglichkeiten helfen unseren MitarbeiterInnen, auf ihren Körper und Geist zu hören und besser auf ihre psychische und physische Gesundheit zu achten.

#6: Eltern unter die Arme greifen

Eltern haben es in Homeoffice-Zeiten besonders schwer, denn sie müssen Arbeitsalltag und Homeschooling unter einen Hut bekommen. Unsere MitarbeiterInnen mit Kindern können ihre Arbeitszeit daher bei gleichbleibendem Gehalt reduzieren. Zudem greifen wir ihnen finanziell unter die Arme und bezuschussen die Kinderbetreuung. Wir hoffen, dass viel Verständnis und einige der Angebote für unsere Eltern einen entscheidenden Unterschied in dieser Doppelbelastung machen.

#7: Staying connected: Als Team miteinander verbunden bleiben

Um den Zusammenhalt im Team trotz der räumlichen Distanz weiter aufrecht zu erhalten und den zwischenmenschlichen Austausch zu fördern, helfen Maßnahmen wie Online-Check-ins auf freiwilliger Basis. So können sich Teams beispielsweise jeden Morgen virtuell auf eine Tasse Kaffee treffen und den Arbeitstag gemeinsam starten. Auch After Work-Veranstaltungen lassen sich mit etwas Kreativität aus dem Homeoffice heraus umsetzen – etwa in Form eines Remote-Pub-Quiz, bei dem verschiedene Teams gegeneinander antreten.

Fazit

Im Rückblick auf die vergangenen Monate war und ist die aktuelle Zeit eine harte Zeit für uns alle – nicht nur privat, sondern insbesondere auch im Arbeitskontext. Um das eigene Unternehmen auch in diesen anhaltenden Krisenzeiten auf Kurs zu halten, ist es besonders wichtig, alle MitarbeiterInnen motiviert zu halten. Unsere wichtigste Erkenntnis des letzten Jahres? Remote-Arbeit kann sehr gut funktionieren, ohne dass die Ergebnisse darunter leiden. Von unseren insgesamt 600 MitarbeiterInnen haben wir mehr als 200 im letzten Jahr remote geonboardet. Die Zusammenarbeit insgesamt verändert sich dabei ganz klar, aber nicht immer automatisch zum schlechteren. Eine elementare Schlüsselfunktion nimmt die Kommunikation ein – und das heute mehr denn je. Firmen sollten ihren Werten treu bleiben und ihren Aussagen Taten folgen lassen. Nicht zu vergessen: Besonders in Krisenzeiten steht das Team an erster Stelle. Führungskräfte sollten ihren MitarbeiterInnen mehr denn je zuhören und auf Fragen und Probleme schnellstmöglich reagieren. Außerdem sollten sie auf Bedürfnisse von MitarbeiterInnen eingehen, aktiv um Feedback bitten und Wege finden, sie bestmöglich in ihrer jeweiligen Lage zu unterstützen. Nehmen Firmen und vor allem HR-ler diese Punkte ernst, stehen die Chancen gut, auch die kommenden Monate mit einem starken und motivierten Team im Homeoffice zu überstehen.

Quelle: www.personio.de

Foto „head“: Cassandra Hoermann, Teamlead Employer Branding und Culture bei dem HR-Software-Unternehmen Personio

Pressemitteilung veröffentlicht am 03.02.2021 in Allgemein.